Neigung, Neigungsfaktor und echte Dachfläche
Die Dachneigung wird als Anstieg auf 12 Einheiten Grundmaß angegeben — 6/12, 8/12 — oder in Grad, und sie bestimmt alles Weitere. Der Neigungsfaktor ist √(Anstieg² + 12²)/12: Ein 6/12-Dach hat den Faktor 1,118, seine echte Oberfläche ist also 11,8 % größer als seine Grundrissfläche; ein 12/12-Dach ist 41,4 % größer. Messen Sie die Gebäudegrundfläche inklusive Dachüberstand, multiplizieren Sie mit dem Neigungsfaktor, und Sie haben die Fläche, die tatsächlich gedeckt werden muss. Den Neigungsfaktor zu übergehen ist der klassische Dachdeckerfehler, und bei einem steilen Dach fehlen dadurch 30–40 % — genug, um eine Baustelle mitten in der Reihe stillzulegen.
Quadrate, Bündel und das Zubehör, das sich summiert
Dachmaterial wird in Squares verkauft: Ein Square sind 100 ft² (etwa 9,29 m²) fertige Dachfläche. Übliche Drei-Tab- und Architektur-Schindeln kommen mit drei Bündeln je Square, ein 24-Square-Dach braucht also 72 Bündel vor Verschnitt — rechnen Sie 10 % für ein einfaches Satteldach und 15 % für ein Walm- oder stark gegliedertes Dach auf, wo jeder Grat und jede Kehle einen Schrägschnitt bedeutet. Bepreisen Sie dann alles, was nicht Fläche ist: Startstreifen und Firstkappen nach laufendem Fuß, Unterspannbahn nach Rolle, Traufblech, Kehlblech und Nägel — rund 320 Stück je Square bei einem Vier-Nagel-Muster. Bei vielen Dächern macht dieses Zubehör ein Fünftel der Materialkosten aus.
Fassade: Bruttowandfläche minus Öffnungen
Auch Fassadenmaterial wird in Squares zu 100 ft² verkauft, je nach Profil meist zwei oder drei Kartons je Square. Ermitteln Sie die Bruttowandfläche Wand für Wand, addieren Sie die Giebeldreiecke als ½ × Grundlinie × Höhe und ziehen Sie Fenster und Türen ab — aber nur die großen, aus demselben Grund wie bei der Farbe: Der Zuschnittverschnitt rund um eine kleine Öffnung frisst die Ersparnis auf. Vinyl und Faserzement wollen beide 10 % Verschnitt bei einer schlichten Fassade und 15 % bei einer, die voller Öffnungen und Ecken steckt. Zierleisten werden separat und in laufenden Fuß gezählt: J-Profil um jede Öffnung, Eckprofile, Startprofil entlang der Unterkante sowie Stirn- und Untersichtverkleidung, die den Dachüberstand abschließen.
Was hinter der Verkleidung steckt
Die Hülle funktioniert nur, wenn die Dämmung dahinter funktioniert. R-Werte im Dachgeschoss reichen in kalten Klimazonen bis R-49 oder R-60, in Wänden bis R-13 oder R-21, je nach Ständertiefe und Zone; das Ziel gibt Ihre Klimazone vor, nicht Ihr Geschmack. Klemmfilze sind günstig und schnell, wirken aber nur, wenn sie passgenau zugeschnitten sind — ein gestauchter oder lückenhafter Filz verliert einen großen Teil seines Nennwerts. Einblasdämmung wird über die Schütthöhe gegen eine Sackergiebigkeitstabelle bemessen, die Sackzahl hängt also vom gewünschten R-Wert ab, nicht allein von der Fläche. Welches Material auch immer: Eine durchgehende Luftdichtheitsebene und die richtige Hinterlüftung zählen genauso viel wie der R-Wert, denn ein gut gedämmtes, aber undichtes Dach verliert weiterhin Wärme und holt sich Kondensat.